VON DER STEINZEIT INS HIER & JETZT –

eine erlebenswerte Kunstausstellung in der Südeifel

Schweich/Region. Vom 15. bis 30. Juni 2024 werden wiederum drei bemerkenswerte Künstler und Künstlerinnen eine Auswahl ihrer Werke in der Kunstausstellung „Zeitzeugen“ in der Alten Synagoge in Schweich präsentieren. Diese Ausstellung hat die in der Menschheitsgeschichte immer kürzer werdende Beständigkeit von durch Menschenhand geschaffenen Zeitzeugnissen zum Thema. So sind die Kunstwerke von Ralf Pauly (Wittlich) eine Hommage an die seit Jahrtausenden bestehenden und faszinierenden Höhlenmalereien der Steinzeit, die bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben. Die Werke des Steinbildhauers Bernhard Porten (Klüsserath) stehen für geschaffene Skulpturen, die mit einer individuellen Lebensdauer von mehreren hundert Jahren bereits eine gegenüber der Höhlenmalerei deutlich kürzere Zeitspanne existieren. In der Neuzeit geschaffene Infrastruktur als dritter Zeitzeuge im Bunde fristet ein nochmals deutlich kürzeres Dasein. Dies wird in faszinierender Weise von der Fotografin Iris Hilgers (Dreiborn) mit ihren kunstvollen Abbildungen von ehemals prunkvollen Gebäuden widergespiegelt, die nach relativ kurzer Blütezeit heute dem Verfall und Niedergang preisgegeben sind.

Der in Wittlich geborene und seiner Heimatstadt treu gebliebene Künstler Ralf Pauly bannt mit einer eigens von ihm entwickelten Spachtel- und Maltechnik seine einzigartigen Gemälde auf Holz als Trägermaterial und verleiht seinen Werken eine eigene, erdfarbene und sehr stimmungsvolle Patina. Die aus plastischen Effekten, warmen Erdfarben und erzeugter Patina mit Gebrauchsspuren geschaffenen Kunstwerke der Höhlenmalerei entstehen in einem aufwändigen, kreativen Schaffensprozess. Jedes seiner Werke gewinnt so einen eigenen Charakter und wird zu einem Unikat.


Der in Trier geborene und in Klüsserath lebende und arbeitende Künstler Bernhard Porten ist ein bemerkenswerter Steinbildhauer. Auf der Basis seines ausgeprägt kreativen Talents hat er sein künstlerisches Können über die regelmäßige Zusammenarbeit mit Steinbildhauern im Laufe der Jahre autodidaktisch stetig ausgeprägt und weiterentwickelt. Sein bis heute bevorzugter Werkstoff zur künstlerischen Entfaltung ist der Buntsandstein.

Eine Fotografie der in Düren geborenen Fotografin Iris Hilgers ist schnell ausgemacht, denn Ihr spezieller Umgang mit Licht ist einzigartig. Die Schwerpunkte ihrer fotografischen Arbeit liegen in der Fotografie an ungewöhnlichen Orten, sogenannten „Lost Places“, die sie in ihrer unvergleichlichen Ästhetik und außergewöhnlichen Lichtstimmungen darstellt. Sie gibt den Bildern in ihren oft dunkel gehaltenen Ateliertönen einen geheimnisvollen und vielversprechenden Lichtbildcharakter.Nähere Informationen zu den Künstlern und Ihren Exponaten unter www.kunstinschweich.de

Gastautor: Rudolf Maus